Spannende Kämpfe um Gold beim Traditionsturnier

Vier unserer U15er in Wanzleben

Mit vier Judokas des 1. Schönebecker Judoclubs ging es am zweiten März-Wochenende zum traditionellen Ingolf-Kottisch-Gedenkturnier nach Wanzleben. Das Turnier war mit 195 Teilnehmer aus 23 Vereinen gut besucht. Auf vier Matten mussten unsere U15er ihre Leistung unter Beweis stellen.


Gedenkminute für Ingolf Kottisch

Los ging es mit Egor Lapygin (-60 kg). Gegen Steffen Schulz (Chemie Wolfen), der sich extrem defensiv verhielt, war im ersten Kampf schwer heranzukommen. Somit versuchte es Egor erfolgreich mit Fußtechniken. Ein Ko-Uchi-Gari (Kleine Innensichel) brachte den ersten Yuko. Nach insgesamt nur 35 Sekunden Kampfzeit erzielte er mit einem Ko-Soto-Gari (Kleine Aussensichel) Ippon (voller Punkt). Im zweiten Kampf gegen Niklas Pitschmann vom gastgebenden Verein BSV Wanzleben, holte Egor schnell eine Yoku-Wertung für Ko-Soto-Gari. Im weiteren Verlauf griff er mit einem De-Ashi-Barai (Fußfeger) an. Diesem konnte Niklas noch entgehen, geriet dabei aber so aus dem Gleichgewicht, dass der nachfolgende Fußangriff in vollends mit dem Rücken auf die Matte legte, was für Egor Ippon und somit auch Gold bedeutete.


Theo wieder sehr stark in den Fußtechniken

Markus Braunersreuther (-55 kg), sonst immer mit der am stärksten besetzten Gewichtsklasse, hatte an diesem Tag leider nur einen Gegner. Tim Kilian (JC Nordhausen) war trotzdem eine nicht leichte Aufgabe. Doch Markus konnte mit Ashi-Guruma (Beinrad) einen Waza-ari (halber Punkt) und danach mit Festhalte einen Yuko (mittlere Wertung) erzielen. Nach zwei Minuten Kampfzeit warf er seinen Gegner mit einem sauberen rechten Uchi-Mata (Innenschenkelwurf) auf Ippon. Das zweite Gold somit für die Schönebecker.


Markus mit konsequentem Einsatz bis zum Sieg.

Niklas Krägeloh (-46 kg) wollte als Judo-Neuling in diesem Wettkampf einmal seinen Leistungsstand testen, hatte aber durchweg mit erfahrenen Gegnern zu tun. Im ersten Kampf gegen Tim Siebert (FSV Magdeburg) konnte er dem Morote-Seoinage-Angriff nichts entgegensetzen. Gegen Jonas Lenz (JC Jena) ging er danach sehr beherzt und aktiv vor, da nur ein Sieg ein Weiterkommen möglich machte. So ließ er Jonas keine Chance für einen Angriff. Mit einem O-Uchi-Gari-Ansatz, der leider nicht ganz sauber eingedreht wurde, fiel er selbst auf den Rücken und musste auch diesen Kampf abgeben.


Niklas mit viel Aktivität, dieses Mal noch ohne Erfolg

Theo Eschrich (-50 kg) hatte an diesem Tag den größten Pool in einer Gewichtsklasse. Seinen ersten Gegner Jonas Dahlke (Haldensleber JC) konterte er nach nur kurzem Kampf mit Ura-Nage (Rückwurf) auf Ippon. Tom Plexnis (BSV Wanzleben) war da mit seinen Erfahrungen eine härtere Nuss. Trotz vieler Aktivitäten ging es ohne Wertung für beide in den Golden Score. Hier konnte Theo dann durch einen Soto-Maki-Komi (Außendrehwurf) auf Yuko den Sieg über die Zeit holen. Pascal Schöps (FSV Magdeburg) hatte sich die vorangegangenen Kämpfe gut angesehen, denn Theo konnte auf seiner normalen Kampfseite keinen erfolgreichen Angriff erreichen. Durch einen blitzschnellen Fußwurf mit Yuko-Wertung legte er seinen Gegner dann auf die Matte, nutzte dessen Passivität dort für einen Umdreher aus und konnte eine Tate-Shiho-Gatame (Reitvierer-Festhalte) bis Ippon halten.


Theo kontert mit Ura-Nage

Als Pool-Sieger ging es dann im Halbfinale gegen Markus Fliegel (JC Nordhausen). Theo war jetzt so richtig in Wettkampfhochform. Mit Ura-Nage konterte er auf Yuko und konnte danach im Übergang Stand-Boden einen zweiten Yuko erzielen. In der Festhalte wandelte er den Befreiungsversuch seines Gegners schließlich in einen Ashi-Gatame (Beinstreckhebel), so dass dieser aufgab. Das Finale gegen Florian Schwope (JC Jena) war dann wieder sehr hart. Alle anderen Wettkämpfe des Turniers waren schon beendet, so dass alle dieses spannende Finale verfolgen konnten. Hier trafen zwei erfahrene Kämpfer aufeinander. Alle Wurfansätze blieben ohne Ergebnis, da der andere sich im Flug noch drehte und ohne Wertung fiel. Auch der Golden Score brachte keine Entscheidung. Ganz klar waren aber die stärkeren Aktivitäten von Theo, die zu starken Gleichgewichtsbrechungen führten und beim Hantai so von allen drei Kampfrichtern die Fahne für ihn gehoben wurde.

Ausser der Goldmedaille konnte Theo nach der Siegerehrung für seine Vielfältigkeit auch noch den Pokal für den Besten Techniker in Empfang nehmen.

Für Theo sollte für den anstehenden internationalen Mondeo-Cup in Berlin dieses Turnier ein Test sein, den er sehr gut bestanden hat.


Unsere vier U15er haben den Schönebecker JC würdig vertreten.