Internationales Judoturnier in Osnabrück am 31.1.2015

Crocodiles-Cup der U12 und U15

Nur eine Woche nach Jena ging es für Selena und Esleida Pfannenschmidt zum nächsten großen Turnier. Der Crocodiles-Cup der U12 und U15 ist mit 626 Kämpfern, unter anderem mehrere Vereine aus Holland, ein Internationales Highlight.
Bereits am Freitagnachmittag ging es auf den Weg nach Osnabrück, denn es bestand die Möglichkeit, am Abend vor dem Wettkampf über die Waage zu gehen. Das ermöglichte uns Samstag gemütlich um 9 Uhr zu frühstücken und um 10 Uhr am Wettkampfgeschehen teilzunehmen.
Eine imposante Halle, in der sieben Wettkampfflächen aufgebaut waren. Noch nie besuchten die beiden Schönebeckerinnen solch eine große Veranstaltung. Doch unbeeindruckt wärmten sich beide auf und bereiteten sich auf ihre Kämpfe vor.
Selena (-33 kg) machte den Anfang. Im ersten Kampf traf Sie auf Lena Blümel vom Osnabrücker TB. Man sagt immer "der erste Kampf ist der schwierigste" doch Selena machte nach 5 Sekunden deutlich klar, dass sie diese Art von "ersten Kampf" nicht mochte. Ein linker O-goshi brachte die Schönebeckerin kurz und schmerzlos in das Halbfinale. Hier ging es gegen eine bekannte Gegnerin. Dulce Moreno Bueno vom BJC Braunschweig musste schon einmal eine Niederlage in Wanzleben gegen Selena hinnehmen. Doch mit einer deutlich ruhigeren Kampfweise entwickelte sich das Halbfinale zu einem spannendem Duell, in dem aber Selena die Nase mit klaren Aktionen im Stand und konsequentem Nachgehen im Boden vorn behielt. Ein sehr viel besseres Verhalten als noch in Jena. Mit einem linken O-goshi und einer schönen Gake-Technik konnte sie zwei Wertungen erkämpfen und bei 2 Minuten Kampfzeit diesen guten Vorsprung mit taktischer Raffinesse verteidigen. Somit stand Selena verdient im Finale, wo sie sich bekanntlich am wohlsten fühlte.
Anna-Marie Bredohl vom Schwarz-Weiß Oldenburg stand ihr hier gegenüber. Die Oldenburgerin gewann ihre Kämpfe auf dem Weg in das Finale mit guter technischer Führung. Es konnte somit also spannend werden. Trainer Kevin Ladebeck nahm Selena noch einmal kurz beiseite, um ihr gegen die konterstarke Anna-Marie einen Tipp zu geben der ihr vielleicht helfen könnte. Konzentriert stellte sich Selena dem Kampf. Gleich mit der ersten Aktion überraschte Selena ihre Gegnerin und bekam für einen stark durchgezogenen linken O-goshi einen Waza-ari. In den Rückstand geraten musste die Oldenburgerin jetzt offensiver agieren und mehr riskieren. Doch Selena verteidigte geschickt ihre Führung und konnte noch einmal eine schlechte Bodenaktion der Gegnerin ausnutzen, um Sie in eine Festhalte zu bekommen und das Finale mit einem Ippon zu gewinnen.
Ein großartige Wettkampfleistung, Trainer Kevin Ladebeck wünscht sich diese Kampfweise auch für die Zukunft. Es ist zwar wichtig zu gewinnen, viel wichtiger ist aber, wie man den Kampf gewinnt. Es muss nicht immer der Ippon sein, es reicht auch ein taktischer Sieg, indem man seine Führung verteidigt. Klick für größeres Bild
Esleida Pfannenschmidt hatte leider nur eine Gegnerin in der +52 kg-Klasse. Alina Kemna SV Wietmarschen hatte aber der hoch motivierten Kämpferin aus Schönebeck nicht viel entgegen zu setzen. Beflügelt durch den Erfolg ihrer Cousine, setzte Esleida ihre physische Überlegenheit um und brachte Alina mit einem De-Ashi-Barai und einer anschließenden Festhalte um den Sieg. Klick für größeres Bild

Überglücklich über den Erfolg strahlten beiden den ganzen Tag. Auch wenn es nur eine Gegnerin war, die psychische Belastung ist trotzdem enorm hoch, denn man weiß, man hat nur diese eine Chance, um sich die Goldmedaille zu sichern.
Das war ein wichtiger Schritt in Richtung Internationales Turnier in Kufstein und mit dieser Art und Weise zu kämpfen, ist den Mädels ein Platz auf dem Treppchen sicher.
Ein Dank an dieser Stelle noch an die mitgereiste weibliche Betreuung, die sich sehr um das Wohlbefinden der beiden Mädchen kümmerte.

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