Garbsen U13

Budokwai Pokalturnier

Mit drei Mädels im Gepäck ging es für die 1. Schönebecker Judoclub zum Garbsener Sichtungsturnier.
Wie erwartet war das Teilnehmerfeld durch die Besetzung der Kaderkämpfer aus Niedersachsen gut bestückt.
Celina Frank macht -40kg den Anfang. Nach einer langen verletzungsbedingten Pause war das der erste Wettkampf, den Celina in diesem Jahr besuchte. Aber die Schönebeckerin stand schon wieder gut im Training und gewann im ersten Kampf mit einer Übergang-Stand-Boden-Aktion gegen Mariella Lampert von den Judo Tigern aus Visbeck. Auch das Halbfinale gestalte die immer einen Kopf kleinere Celina sehr gut. Gegen Ana Freda Kuschel von Hannover-Süd konnte sie zuerst eine Wertung mit einer neu erlernten Technik, dem Seoi-Nage erzielen, bevor sie wieder eine Situation im Boden zum Sieg nutzen konnte.
Im Finale gegen Kiara Poggemann vom JC Holle hatte Celina schon deutlich mehr zu kämpfen. Die Kämpferin aus Niedersachsen gehörte zum Kader und trotz alledem begegneten sich beide auf Augenhöhe. Ein starker Kampf, der aber leider zugunsten von Kiara ausfiel. Sie nutze eine Bodensituation aus und unter etwas unfairer Mithilfe des Kampfrichters konnte sie den Kampf gewinnen.
Doch nichts desto trotz zeigte Celina ein anderes Kampfbild als sonst und wurde mit einem zweiten Platz belohnt.
Fast zeitgleich setzte sich Selena Pfannenschmidt in der -34kg durch. Im ersten Kampf sammelte sie direkt das Selbstvertrauen das man in einem Turnier benötigt. Gegen Lara Joy Galuschka vom JC Osnabrück lies sich die Schönebeckerin nicht viel Zeit. Sie setzte ihren Griff durch und gewann mit einem linken O-goshi. Im zweiten Kampf gegen Beatrix Nguyen von den Judo Tigern Visbek probierte Selena es dann auch mit einer neuen Technik: Ein Ushi-mata brachte ihr die erste Wertung ein. Den zweiten Angriff konnte Beatrix zwar Blocken aber gegen die Kombination mit einem Ochi-gari konnte sie nichts entgegen bringen und musste den Kampf gegen die Schönebeckerin abgeben.
Auch Selena erwartet im Finale eine Kaderathletin aus Niedersachen. Doch unbeeindruckt dessen ging sie auf die Matte gegen Emma Hiller vom JC Holle. Stark ging sie in diesen ausgeglichen Kampf und konnte nur knapp eine erste Situation nicht nutzen. Nach einem Angriff von Emma versuchte Selena diesen zu kontern, geriet dabei aber in einer umstrittene Bodensituation und wieder gaben die Kampfrichtern den Sieg an die Niedersachsen. Aber auch Selena ist ihrer Aufgabe nachgekommen: Sieg durch eine neue Technik.
Als letzte war Esleida Pfannenschmidt an der Reihe. In der +44 kg Klasse war Esleida ein echter Riese aber bei weitem noch nicht die Größte. Von Anfang an machte Esleida keine Spielereien. Louisa Burmeister von Samurai Burgdorf verließ nach nur wenigen Sekunden wieder die Matte. Auch die zweite Gegnerin Neele Tempel konnte gegen einen super eingedrehten linken O-goshi von Esleida nichts entgegen setzen. Im Finale angekommen stand ein wahrer Brocken vor Esleida. Jolie Mayleen Dittmann vom MTV Vorsfelde, ihres Zeichens schon ein Grün-Gurt, ging äußerst selbstbewusst in den Kampf. Doch Esleida nutze ihre große Standhaftigkeit und Konterstärke zu ihrem Vorteil und nutzte einen schwachen Angriff von Jolie für einen Gake-Konter. Diese landete zu 100% auf dem Rücken doch zur Verwunderung der Schönebecker gab es statt Ippon nur einen Waza-ari. Und wieder ging es im Boden weiter und die Kampfrichter gaben den Sieg an die Niedersachsen. Als Trainer muss man sagen, es ist schade, dass die Kampfrichter so parteiisch für ihre Kaderathleten waren. Aber auch so etwas muss man im Judosport leider hinnehmen.
Unterm Strich aber eine super Leistung unserer drei Mädels.